Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, die das Zahnfleisch, den Kieferknochen und die Fasern betrifft, die die Zähne im Knochen verankern. Umgangssprachlich wird oft von Parodontose gesprochen; fachlich korrekt heißt die entzündliche Erkrankung Parodontitis, während Parodontose streng genommen einen nicht-entzündlichen Rückgang des Zahnhalteapparats bezeichnet. In unserer Praxis unterscheiden wir zwischen der reversiblen Gingivitis, einer oberflächlichen Zahnfleischentzündung, und der tiefergreifenden Parodontitis, die bereits das Stützgewebe der Zähne angreift.
Die Parodontitis beginnt meist als Gingivitis durch bakterielle Beläge am Zahnfleischrand. Ohne entsprechende Behandlung dringen die Bakterien tiefer in das Gewebe ein und bilden sogenannte Zahnfleischtaschen. Diese bakteriellen Nischen sind mit häuslicher Mundhygiene nicht mehr erreichbar. Unser Zahnarzt Dr. Niels Hoffmann erklärt Ihnen gerne den genauen Unterschied zwischen den verschiedenen Stadien der Erkrankung. Eine rechtzeitige Parodontose Behandlung kann den Übergang von der reversiblen Gingivitis zur irreversiblen Parodontitis verhindern und so Ihre Zahngesundheit langfristig erhalten.
Was sind die Ursachen für eine Parodontitis?
Die Hauptursache für Parodontitis sind bakterielle Beläge, auch Plaque genannt, die sich am Zahnfleischrand ansammeln. Diese Beläge entstehen durch unzureichende Mundhygiene und verhärten sich mit der Zeit zu Zahnstein. Bestimmte Bakterienarten im Plaque produzieren Toxine, die das Zahnfleischgewebe schädigen und Entzündungsreaktionen auslösen.
Verschiedene Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer Parodontose. Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren, da Nikotin die Durchblutung des Zahnfleischs verschlechtert und die Immunabwehr schwächt. Diabetes mellitus erhöht ebenfalls das Risiko für Parodontitis erheblich. Stress, hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sowie genetische Veranlagung können die Erkrankung zusätzlich fördern.
In unserer Praxis moderndentistry führen wir eine ausführliche Anamnese durch, um individuelle Risikofaktoren zu identifizieren. Dr. Niels Hoffmann berät Sie umfassend über mögliche Ursachen und entwickelt mit Ihnen gemeinsam Strategien zur Vorbeugung. Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung und optimale häusliche Mundhygiene sind die wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen eine Parodontitis Behandlung.
Wie wird Parodontitis erkannt und behandelt?
Die Diagnose einer Parodontitis erfolgt durch eine umfassende Diagnostik in unserer Praxis. Unser Zahnarzt Dr. Niels Hoffmann misst zunächst die Tiefe der Zahnfleischtaschen mit einer speziellen Sonde. Gesunde Zahnfleischtaschen sind maximal 3 mm tief. Tiefere Taschen weisen auf eine Parodontitis hin. Zusätzlich beurteilen wir Zahnfleischbluten, Zahnlockerungen und führen bei Bedarf Röntgenaufnahmen durch, um den Knochenabbau zu dokumentieren.
Die moderne Parodontose Behandlung erfolgt minimalinvasiv und in der Regel schmerzarm. Im Zentrum der Therapie steht die mechanische Entfernung aller bakteriellen Beläge und Konkremente von den Zahnwurzeloberflächen. Dies geschieht mit speziellen Handinstrumenten und Ultraschallgeräten. Bei tieferen Taschen kann eine örtliche Betäubung die Behandlung komfortabler gestalten.
In schweren Fällen ergänzen wir die mechanische Therapie durch zusätzliche Maßnahmen. Dazu können antibiotische Spülungen der Taschen oder in besonderen Fällen die Gabe von Antibiotika gehören. Unser Team entwickelt für jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan, der auf die spezifischen Bedürfnisse und den Schweregrad der Erkrankung abgestimmt ist.